Das Bistro, die Fritz-Wegmann-Stube

Ein Gläschen auf das Jubiläums des Bistros: von links Stefan und Inke Ricklin, das Gerantenpaar, Roger Edelmann, der Architekt des Bistros, Bruno Cozzio (im Hintergrund), Benno Gmür, CVP-Präsident.
Ein Gläschen auf das Jubiläums des Bistros: von links Stefan und Inke Ricklin, das Gerantenpaar, Roger Edelmann, der Architekt des Bistros, Bruno Cozzio (im Hintergrund), Benno Gmür, CVP-Präsident.

Mitgliederversammlung der CVP Uzwil im Hinblick auf die Uzwiler Budgetgemeinde

Die mässig besuchte Mitgliederversammlung der CVP Uzwil vom 12. November im Hinblick auf die Budget-Gemeindeversammlung wies zwei Teile auf: Zuerst traf man sich im Beisein des Architekten Roger Edelmann im Bistro zu einem Jubiläums-Apéro. Dann widmete sich die Versammlung im „Landhaus" Niederuzwil recht aktiv den Zahlen des Budgets 2016.


Toni Frei erzählte aus der 120jährigen Geschichte der Uzwiler Eisbahnen. Zuerst die Natureisbahnen an der Birkenstrasse, an der Schützenstrasse und auf dem Marktplatz, dann 1959 die Kunsteisbahn an der Sportstrasse, für deren Bau die SPUAG gegründet wurde
Toni Frei erzählte aus der 120jährigen Geschichte der Uzwiler Eisbahnen. Zuerst die Natureisbahnen an der Birkenstrasse, an der Schützenstrasse und auf dem Marktplatz, dann 1959 die Kunsteisbahn an der Sportstrasse, für deren Bau die SPUAG gegründet wurde

Im Oktober 2010 nahm das neu erstellte „Bistro" der Kunsteisbahn Uzwil seinen Betrieb auf. Dem Neubau ging ein Hin und Her zwischen dem Gemeinderat und einem Referendumskomitee um Fritz Wegmann, Elektrounternehmer, voraus. Der Gemeinderat sah in Abänderung seiner ursprünglichen Absicht ‚nur" eine Renovation des alten Eisbahncafés vor. Dank dem Zustandekommen eines Referendums und der Abstimmung an einer Gemeindeversammlung gab dann die Bürgerschaft grünes Licht für die Realisierung des von Architekt Roger Edelmann geplanten Bistros anstelle der verhältnismässig teuren Renovation.

Die CVP Uzwil als aktive Befürworterin des Neubaus lud zum 5 Jahres-Jubiläum am 12. November 2015 zu einem Apéro ins Bistro ein. Dieses wird seit 2013 von Inke und Stefan Ricklin geführt. Toni Frei, Metallbau-Unternehmer, blendete zurück auf die lange Geschichte der Uzwiler Eisbahnen. Die erste Natureisbahn befand sich zwischen der Birkenstrasse und Konsumstrasse. 1933 wurde diese an die Schützenstrasse verlegt, in den 50er Jahren kam sie dann auf den Marktplatz Niederuzwil zu liegen. 1959 brachten es engagierte Uzwiler fertig, via der neu gegründeten Spielplatz Uzwil AG (SPUAG) die erste Kunsteisbahn der Ostschweiz zu bauen, zu der auch das Eisbahncafé gehörte. Dank der Initiative und der Zivilcourage einer Gruppe um Fritz Wegmann und Markus Mahler kam es 2010 zum Neubau des in die Jahre gekommenen Cafés. Frei schlug vor, das Bistro im Gedenken an den verstorbenen Wegmann „Fritz-Wegmann-Stube" zu benennen.

Angeregte Versammlung im „Landhaus"

Die beiden Gemeinderäte Christine Wirth und Bruno Cozzio standen dann im „Landhaus" zum Uzwiler Budget 2016 Red und Antwort. 2016 werden Investitionen in der Grössenordnung von 14,6 Mio. Franken getätigt, so die Realisierung der Doppelprojekts Radweg/Niederstetterstrasse, die Verlegung der Sportplätze Loäcker in die Rüti wie auch der Bau des Gemeindehauses an der Fichtenstrasse in Uzwil. Das 62 Millionen-Budget rechnet mit einem Defizit von 248 000 Franken.

Aus der Mitte der Versammlung kam eine Menge von Fragen und Hinweisen. So erfuhr man unter anderem

  • Dass der Ortsbus eine Erfolgsgeschichte sei: die Nutzung sei höher als erwartet (Budgetbetrag 2015: 190 000 Franken).
  • Dass jährlich 300 000 Franken aus dem Energiefonds an private Bauten zur Energieverminderung ausgerichtet werden.
  • Dass gewisse Beiträge aus dem kantonalen Finanzausgleich nur bei einem Steuerfuss von mindestens 145 % zu haben sind (Uzwils Steuerfuss liegt bei 145 %).
  • Dass die Betriebskosten der Freizeitanlagen (Kunsteisbahn, Schwimmbad, Sportplätze) rund 1,5 Mio. Franken ausmachen.

Es wurde betont, dass man sich bei der Beurteilung der Gemeinde nicht allein auf den Steuerfuss konzentrieren sollte. Uzwil weist eine beneidenswerte Infrastruktur (z.B. Sportanlagen, Einkauf) auf und verfügt über eine überdurchschnittlich gute Verkehrslage.

Heinz Knellwolf, Mitglied des Schulrats, berichtete über zwei abgeschlossene Projekte: das neue Sonderpädagogik-Konzept wie auch das MINT-Projekt, welches zusammen mit der Bühler AG erstellt wurde (Ziel: Weckung des Interesses an den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern). Im Hinblick auf die Budgetzahlen der Schule erwähnte er, dass die Schule fürs Budget ihre Ausgaben um 2% gekürzt habe.

Blick in den Investitionsplan

Der Blick in den Investitionsplan einer Gemeinde ist so etwas wie ein Blick in die Zukunft. Für 2017 beispielsweise sind namhafte Vorhaben bei der Kunsteisbahn vorgesehen, so die Erneuerung der Hallenfassaden oder der Bau einer Photovoltaikanlage, beides Projekte, welche aus dem Energiefonds gespiesen werden sollten. Auch in Sachen Werkhof ist einiges vorgesehen: 2018 soll für einen Neubau ein Projektwettbewerb ausgeschrieben werden. Ein Votant bemerkte hierzu, dass man doch den Werkhof gemeinsam mit Oberuzwil betreiben könnte, ein Vorschlag, hinter den die Gemeinderäte ein sehr grosses Fragezeichen setzten.

2016: Ein Wahljahr

Zum Schluss wurde auf die kommenden Kantonsratswahlen vom 28. Februar 2016 hingewiesen, für die aus Uzwil Christine Wirth, Renate Graf und Bruno Cozzio (bisher) kandidieren. Ausserdem warb ein Votant für den Gossauer Arzt Bruno Dammann, der für das Amtes des Regierungsrats kandidiert. Im September stehen dann bereits die Wahlen in die kommunalen Behörden an.


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Termine 2017

9. November 2017

18.30 h: Betriebsrundgang Metzgerei Tanner Henau, anschliessend Budgetversammlung im Rest. Rössli

 

27. November

20.00 h, Bürgerversammlung, Gemeindesaal